Telefon: 0 59 33 / 83 47                                                                                                                                                           Home  Druckversion  Sitemap 

Chronik

Schule in Fresenburg
1846 wurde ziemlich in der Mitte zwischen den beiden Ortschaften
Fresenburg und Düthe das heutige Schulgebäude gebaut. Es bestand aus einem Klassenraum, einem kleinen Flur und der Lehrerwohnung, zu der auch eine Diele und einige Viehställe gehörten. Damals war ein Lehrer auf zusätzliche Einkünfte aus einer eigenen kleinen Landwirtschaft angewiesen, da der Verdienst noch sehr gering ausfiel.
Es kam auch vor bzw. war üblich, dass die Schulkinder vom Lehrer zu Arbeiten in Hof und Garten eingespannt wurden. Davon können noch heute einige ältere Leute berichten.
Auf dem Dach - über der Diele der Lehrerwohnung - befand sich ein Glockenturm. Dieser verschwand, als die Schule 1942 neu eingedeckt wurde. Im Haus Kleymann am Schrievers Berg wurde dann ein neuer Glockenturm aufgebaut; diese Familie läutete dann zu den üblichen Angelus-Zeiten.
Ab 1953 - nach dem Wegzug der Familie Kleymann - wurde ein Glockenturm neben dem Haus Hermes errichtet und von Johann Hermes bis 1973 geläutet.
Das Schulgebäude wurde 1887 umgebaut bzw. renoviert. Davon zeugt heute noch ein Mauerstein, der früher neben dem Eingang zur Lehrerwohnung eingemauert war, mit der Inschrift:  H.Schütte 1887.Der Stein wurde beim Umbau des Gebäudes 2002 ,,transplantiert" in die wirklich noch alte Schulmauer unter dem ersten Klassenraumfenster.
Lehrer an der Schule Düthe-Fresenburg waren:           
ab 1845 wahrscheinlich Joh.Herm. Abeln (vorher Lehrer an der Bauernschaftsschule Düthe)
ab 1851 Rudolph Meyer
ab 1863 H. H. Engbers   (erstmals in diesem Jahr nachgewiesen)
ab 1874 Bernhard Kramer
ab 1883 Heinrich Schütte   (Inschrift Mauerstein!)
ab 1892 Heinrich Thörner
ab 1895 Wilhelm Larmann
ab 1897 Franz Hölscher   
ab 1900 Johann Lambersteipen bis zu seinem Tod 18.11.1920  
ab 1921 Heinz Kraus   
ab 1938 wurde die Schule trotz des einen Klassenraums zweiklassig.
Neu hinzu kam Bernhard Trentmann. Er unterrichtete die Klassen 1 bis 4 in der Schule. Heinz Kraus unterrichtete die Klassen 5 - 8 in der Kapelle Fresenburg.
Seit 1939 wurde ein Schulhausneubau geplant und vorsorglich Land dafür ausgetauscht.
1939 wurde Lehrer Trentmann nach Steinbild versetzt.
Es unterrichteten in Fresenburg-Düthe Frau Katenkamp und weiterhin Heinz Kraus.
1939 entwarf der Architekt Mecklenburg einen Plan für den Schulhausneubau, der am Rande des Eschs stehen sollte. Doch der
2. Weltkrieg machte alle diese Pläne zunichte.
Ab 1942 war Heinz Kraus alleiniger Lehrer für 90 (!) Schüler. Die
Unterrichtssituation war schlecht, zumal Lehrer Kraus auch oft zu Übungen und Lehrgängen war. Bei Luftangriffen fiel die Schule aus.
1945 gab es gar keinen Unterricht, da Lehrer Kraus als Offizier Dienst tat.
Ab 1946 unterrichtete der Lehrer Kanthak (Flüchtlingslehrer) an der Schule Düthe, da Lehrer Kraus von der Militärregierung noch nicht als entnazifiziert bestätigt war. Ab Ende 1946 wurde Lehrer Kraus bestätigt, aber gleichzeitig nach Rhede versetzt. Lehrer Kanthak wurde nach Haselünne versetzt.
Ende 1946 wurde Lehrer Bernhard Trentmann Lehrer in Fresenburg-Düthe. Haushaltslehrerin Ida Teves stand ihm für kurze Zeit zur Seite.
Die Schulchronik (B. Trentmann) berichtet an dieser Stelle:
"Da bislang an der Schule 2 Planstellen vorhanden waren, beantragte die Gemeinde die Einstellung einer Lehrerin. Dezember 1946 erhielt die Gemeinde den Bescheid, dass die zweite Planstelle seit einigen Jahren ruhe. Weiter wurde gesagt, dass ruhende Stellen verlustig seien, also nicht mehr existieren. So war die 2. Stelle dahin. Die Gemeinde beantragte sofort die Wiederbelebung dieser Stelle. Ende Dezember 1946 betrug die Schülerzahl: 122." 
Der Wiederanfang der Schule nach dem 2. Weltkrieg war sehr schwierig, da keine Lehrmittel und nur wenige Lehrer zur Verfügung standen. Der Bildungsstand der Kinder war während der letzten Kriegsjahre auf ein Minimum gesunken.
Ab 1946 wurden die Schulen wieder in Konfessionsschulen umgewandelt. So hieß die Schule jetzt: Katholische Volksschule Fresenburg-Düthe
Die Schülerzahl 1947: 121 (97 einheimische und 24 Flüchtlingskinder)
Ab 1947 unterrichteten wieder 2 Lehrer an der Schule. Lehrer Bernard Trentmann und Lehrerin Christiane Lammersdorf. Da nur ein Klassenraum zur Verfügung stand, wurde vormittags und nachmittags unterrichtet.
Schülerzahl 1948: 118
Ab 1948 unterrichteten in Fresenburg-Düthe Lehrer Trentmann und Lehrerin Antonia Weisner.
Da der Düther Sportplatz durch Einsatz von Schülern, Eltern und Gemeinde gut hergerichtet war, fanden hier ab 1948 die Sportfeste der Lathener und der umliegenden Schulen statt. Die Fresenburg-Düther Schüler schnitten stets gut ab, so vermeldet die Schulchronik.
Die Schülerzahl betrug 1949/50: 118 und 1950/51: 114          
1950 wurde dann endlich die Schule größer: Es wurden ein Klassenraum und ein Gruppenraum angebaut, sowie eine  Lehrerinnenwohnung im Obergeschoss. Des Weiteren gab es ein kleines Gebäude mit Toiletten.
1952/53 waren es 82 Schüler. Frau Weisner wurde versetzt nach Plaggenschale. Es unterrichteten Herr jetzt Trentmann und Frau Hildegard Kaltwasser.
1953 wurde Frau Kaltwasser nach Aurich versetzt und Frl. Zander trat an ihre Stelle.
1955/56 wurde Frl. Zander wurde  nach Lathen versetzt, weil die Schule nur (!) 40 Schüler hatte. Die Schule wurde somit wieder einklassig.
1956/57 wurde Bernhard Trentmann nach 10 (11) jähriger Tätigkeit  von Fresenburg-Düthe nach Lathen versetzt und war dort Rektor.
Der Nachfolger war Josef Gieseke.
1957 übernahm Frau Käthe Müller den Handarbeitsunterricht von Frl. Zander.
Im Schuljahr 1961/62 wurde das 7./8. Schuljahr aus Melstrup nach Düthe abgeschult, weil dort die Schülerzahl über 50 anstieg.
Ab 1964/65 wird das 7./8 Schuljahr nach Lathen abgeschult. 
Ab 1.8.64 wurde Gerd Flerlage Lehrer in Fresenburg-Düthe, allerdings nur für 8 Monate bis Ende März 1965. 
Zum Schuljahr 1965/66  wurde die Lehrerstelle neu besetzt mit Lehrer z. A. Karl-Heinz Meyer; er übernahm die einklassige Schule mit 6 Jahrgängen und 45 Schülern. 
1966 wurden dank einer Gemeinschaftsaktion des Landkreises und des Landes die Pausenhofgeräte aufgestellt.
In den Jahren 66/67/68 gab es eine Umstellung: Das Schuljahr wurde wieder auf den Sommeranfang umgestellt. Deshalb gab es die Kurzschuljahre 1966 und 1967.
Die Kapelle in Alt-Fresenburg wurde im Rahmen einer Spendenaktion in Fresenburg, Düthe, Melstrup und Melstrup-Siedlung, wieder in kurzer Zeit zu einem würdigen Gottesdienstraum gestaltet, so dass ab sofort wöchentlich dort Schulmessen abgehalten werden konnten.
Das war auch ein voller Erfolg für die Schule. Im Kurzschuljahr 1966 hatte der Lehrer 50 Schüler in 6 Jahrgängen allein zu unterrichten.
Ab 1967/68 wurde das 5./6. Schuljahr nach Lathen abgeschult, weil in Niedersachsen die Förderstufe eingeführt wurde. Für dieses Schuljahr waren es dann nur noch 31 Schüler, die unterrichtet werden mussten.
Die Schülerzahl in den Jahrgängen 1-4 stieg jedoch ständig an.
Die Schulen Fresenburg-Melstrup und Fresenburg-Düthe wurden zu einer organisatorischen Einheit "Grundschule Fresenburg" zusammen-
gefasst. Schulleiter war Hugo Wolters.
1969/70 waren es in Fresenburg-Düthe 49 Schüler. Hugo Wolters entlastete den Klassenlehrer um 7 Wochenstunden.
1970 wurde die Schule dann wieder zweiklassig. Lehrerin Margrit Lintemeyer (aus Osnabrück) unterrichtete das 1./2. Schuljahr und
Karl-Heinz Meyer das 3./4. Schuljahr.
Ab Oktober 1970 wird Lehrer K.-H. Meyer Schulleiter der Grundschule Fresenburg.
Der höchste Schülerstand wird 1971/72 und 74/75 mit 74 erreicht.
Herr Reinelt erteilte 1970-73 evangelischen Religionsunterricht.
Ab 1970 gab Lucia Meyer, die Frau des Lehrers, den Kindern der 3./4. Klasse nachmittags freiwilligen Blockflötenunterricht. Sie hielt das 23 Jahre bis 1993 durch. Daneben förderte K.-H. Meyer die Kinder im Orgelspielen. Dadurch konnten Gottesdienste, Nikolausfeiern, Feiern von Landfrauen usw. musikalisch umrahmt werden. Einmal fand sogar ein abendfüllendes Musikfest statt.
Die höchste Einschulungszahl gab es 1971 mit 23 Schulneulingen.
Zu bemerken ist noch, dass es Anfang 1979 vom 13.-19. Februar "Schneeferien" gab. Die Schneewehen auf dem Schulhof waren über 2 Meter hoch! Und das fast eine Woche lang!            
Da die Toiletten in dem kleinen allein stehenden Gebäude nicht mehr zeitgerecht waren, wurde ab Juni 1971 eine Pausenhalle mit Toiletten und Umkleideräumen angebaut. Der Unterricht wurde während der Umbauarbeiten im Melstruper Schulgebäude abgehalten. 1975 verließ uns unsere langjährige Handarbeitslehrerin Käthe Müller in den wohlverdienten Ruhestand. Für ein Jahr kam Frau Elisabeth Meyer aus Lathen zu uns, dann übernahm unsere Lehrerin Margret Rüschen den Unterricht (sie hatte 1972  B. Rüschen geheiratet).
Die geringste Einschulungszahl gab es 1987/88 mit 3 Schulneulingen, von denen auch noch einer nach kurzer Zeit wegzog.
Ab 1984/85 unterrichtete auch Frau Ute Krupp an unserer Schule und zwar bis 1989/90.
Für den Handarbeitsunterricht trat Frau Elis. Schlichter 1990/91 an ihre Stelle bis 1992/93. Malte Slopianka erteilte evang. Religionsunterricht von 1988 bis 1990.
1993 beendete Margret Rüschen  ihren Dienst nach 23 Jahren Tätigkeit an der Grundschule Fresenburg.
1993/94 unterrichteteten die Lehrerinnen Birgit Pansegrau (Springerlehrkraft), Heike Menkens aus Renkenberge und Margret Weber aus Wippingen (Abordnungen).
Zum 1.8.1994 wurde Frau Britta Lameyer neue, feste Lehrerin an der GS Fresenburg.
1997/98 wurde sie während eines "Baby-Jahrs" vertreten durch die "Feuerwehr-Lehrkraft" Beate Scheper-Schmitz und Irmgard Barthel von der GS Wippingen. Sportunterricht erteilten Hugo Wolters von der Realschule Lathen und Frau Anja Stellbrink von der GHS Lathen.
Ab 1.8.2001 wurde unsere Schule "Verlässliche Grundschule" (d.h. alle Schüler werden verlässlich von 8-13 Uhr in der Schule unterrichtet bzw. betreut).
Als Betreuungs- und Vertretungskraft konnte Frau Marianne Osteresch gewonnen werden. Als Vertretungskraft arbeitete sie bis Januar 2004. Maria Rump von der GS Lathen übernahm bis 2006 den Vertretungsunterricht. Seit dem Schuljahr 2006 / 2007 wird wieder Marianne Osteresch für Vertretungsunterricht eingesetzt.
Ab 2001 kam noch Frau Marita Schulte (später Schulte-Kloppenburg) von der GHS Lathen zu uns. Frau Cornelia Böwer übernahm den Sportunterricht von Frau Stellbrink (jetzt: Krämer).
Nach langer Vorplanung konnte 2002 endlich der Gruppenraum in einen Computerraum mit 10 vernetzten Rechnern verwandelt werden.
Das n -21-Programm des Landes Niedersachsen war hier sehr hilfreich, besonders aber der Einsatz des Schulträgers Samtgemeinde Lathen.
2003 verließ uns nach 9 Jahren Frau Britta Lameyer und wurde an ihren Wohnort Leer versetzt. Frau Anne Peveling (jetzt: Frönd)  trat an ihre Stelle.
2004 konnte Frau Annette Schwarz als weitere Betreuungskraft  gewonnen werden.
Mit Ablauf des Schuljahres 2004 / 2005 beendete Karl-Heinz Meyer seinen Schuldienst. Er war seit 1965 als Lehrkraft an der Grundschule Fresenburg tätig. 1970 wurde ihm das Amt des Schuleiters übertragen, das er seit nun mehr 35 Jahren inne hatte.   
Seit August 2005 ist Frau Frönd Schulleiterin der Grundschule Fresenburg.
Zum Schuljahr 2005 / 2006 kam Frau Christina Meyer (jetzt: Albers) und unterrichtet das 3. und 4. Schuljahr. Als weitere Abordnungskräfte der GHS Lathen wurden Frau Kerstin Rieken (jetzt: Kaiser) eingesetzt und Herr Andreas Ellermann, der den Sportunterricht von Frau Cornelia Böwer übernahm. 
Seit 2006 / 2007 übernimmt Frau Corina Pape von der GHS Lathen die Abordnungsstunden von Frau Marita Schulte-Kloppenburg und Frau Kerstin Kaiser.
Schulgebäude
Im Jahr 2004 wurde das Gebäude der Grundschule Fresenburg räumlich entscheidend erweitert. Die Baumaßnahmen enthielten folgendes: Der 1971 erstellte Anbau mit Toiletten, Betreuungsraum (der ursprünglich als Umkleideraum diente) und Getränkeraum wurde abgebrochen, um den neuen Anbau Platz zu machen. Diese enthält nun eine Pausenhalle, Toiletten (auch behindertengerecht). Ein Lehrerzimmer, Büro, einen Klassenraum mit Gruppenraum und eine Milchbar, in der die Schüler Getränke verkaufen.
Der Altbau besteht aus zwei Klassenräumen, einem Computerraum sowie einem Putzraum.

 


Quellenhinweis:
Unsere Kinder - unsere Schule einst und jetzt; Schule in Fresenburg in Vergangenheit und Gegenwart von Lehrer Karl -Heinz Meyer, Fresenburg. Aus: Chronik der Gemeinde Fresenburg; 1150 Jahre Düthe und Melstrup. (2004) 

  
 

 

 

 

 
 
Internet AG Lathen